Sind Sie schon mal auf die Idee gekommen, Ihre Kunden zu bitten, beim Umzug mit anzufassen. Vermutlich eher nicht, oder? Ganz anders die Manager von IKEA in Fürth. Sie verFürthen gestern ganze Heerscharen zahlender Kunden zu tragen, was das Zeug hielt. Um 15 Uhr waren die oberen Ausstellungsflächen fast leer gefegt. Egal ob Ausstellungsstück oder regulaere Ware – die Hoffnung auf ein besonders gutes Schnäppchen, ließ so manchen Kunden alle Vorsicht beiseite schieben. Der Hocker fuer 2 Euro, wollen Sie einen oder lieber gleich 4 Stueck mitnehmen? Ein Meter Schuhlöffel für schlappe 50 Cent, 10 Glühbirnen für nur einen Euro, Bilderrahmen, Teppiche, Tische, Stühle, Regalbretter für nur noch die Hälfte des ursprünglichen Preises. So steht es zumindest handschriftlich auf den Kartons.

Das dicke Ende kommt erst nach Kasse. Wenn Kunde nachrechnet und sich wundert über die paar Kleinigkeiten, die insgesamt doch 144 Euro gekostet haben sollen: Über zwei identische Moskitonetze, die aus derselben Kiste genommen wurden und dennoch einmal mit 10 und einmal 20 Euro gelistet werden. Oder über den Bilderrahmen, der keineswegs 50 Prozent billiger, sondern zum Normalpreis eingescannt worden ist.

Eigene Blödheit? Vielleicht. Auf alle Fälle hinterlassen solche Erfahrungen einen schalen Beigeschmack. Und die Lust, sich in die neuen IKEA-Räume verFühren zu lassen, ist eher gering. Schade drum. Denn eigentlich war die Idee, Kunden für den eigenen Umzug einzuspannen, ziemlich genial. Und die Leitidee „IKEA verFührt“ sowieso.

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