Es kommt gar nicht so selten vor, dass sich Newsletter-Abonnenten bei meinen Kunden oder direkt bei mir zu Wort melden. Ich finde das richtig klasse. Öffnungsraten, Klicks, Response, Umsatz, Abmeldeverhalten etc. sind ja nur statistische Werte, die alles bewerten. Nämlich: Was steht im Angebot, wie gut sind die Adressen, wann wurde versendet. Ein direktes Leserfeedback gibt mir als Texterin sehr viel mehr Aufschluss darüber, ob mein Text bei den Lesern tatsächlich gut angekommen ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: Kurz nach dem Versenden von „Süße Botschaften von Candy And More“ erhielt ich diese Rückmeldung.

Liebe Fiona,

jetzt MUSS ich Dir schreiben. Dieser Newsletter ist einfach ein Traum. Ich habe vom Lesen Speichelfluss und sicherlich 3 Kilo zugenommen. Das klingt alles so leicht, verspielt und verführerisch. Chapeau der Texterin!

Liebe Grüße,
Andrea

P.S. Klitzekleine Anmerkung: „Lieber Leser“, wo sind da die Leserinnen? (Achtung, die Emanzen kommen) Schreib doch in Mehrzahl, dann ist es neutral.

Ist Andreas Hinweis auf die fehlende Leserin richtig oder unterwerfen wir unser Leseverhalten ohne Not irgendwelchen genderpolitschen Anforderungen / Gepflogenheiten oder was auch immer wir dafür richtig halten?

Geneigte Leser mögen mir Ihre Meinung zu diesem Thema gerne mitteilen. Ich persönlich denke jedoch: Leser ist, wer lesen kann. Das gilt für Männlein und für Weiblein. Natürlich kann man das politisch vermeintlich Korrekte obendrauf setzen und alles verdoppeln – muss ich aber nicht. Das klingt dann gleich nach der Begrüßung des Lehrergesangsvereins oder der Gewerkschaft.

Und alles ins Plural setzen? Ich sitze hier und rede mit jedem einzelnen Leser eines Newsletters und halte gewiss keine Rede vor der versammelten Pfarrgemeinde. Auch diese scheinbare Lösung bringt mich nicht weiter.

Ich schätze, wir sind inzwischen alle versaut von zu viel Gerede um die Emanzipation anstatt uns selbst zu emanzipieren und die Dinge so einfach zu belassen, wie sie sind: Ich lese, also bin ein Leser.

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