Emanzipation der Frau ist ein uralter Hut? Von wegen. Emanzipation ist aktueller denn je.

Das sagt auch Mattel. Für den amerikanischen Spielwarenkonzern fängt Emanzipation schon im Kinderzimmer an und darin leistet Barbie seit über 50 Jahren ihren Beitrag dazu. Barbie? Jawohl. Ausgerechnet die meist gehasste Puppe steht nicht nur für Magersucht, Busen und unnatürlich lange Beine, sondern auch für Emanzipation. Schließlich hatte Barbie schon immer sehr spannende Berufe und musste nicht, wie in den 1950er- und 1960er-Jahren noch üblich, sich mit der Rolle als gute Hausfrau und Mutter zufrieden geben. Barbie konnte alles, durfte alles, machte alles, hatte alles und war dabei immer perfekt gestylt. Warum Barbie dennoch von Frauenrechtlern angefeindet wird, liegt einzig an ihrer übertrieben langen und dünnen Figur und das ist im Grunde auch nur eine Art von Diskriminierung. Immerhin hat es ja schon Versuche gegeben, Barbies Figur rundlicher zu gestalten aber diese natürlich geformte Barbie verkaufte sich leider schlechter als das dürre Modell. Wer kann es einem Spielzeughersteller verdenken, lieber Umsatzbringer als Ladenhüter zu produzieren?

Dennoch haben es Puppen heutzutage viel schwerer als noch vor 50 Jahren. Die Kindheit ist kürzer und damit auch die Zeit, im Rollenspiel eigene Welten zu erschaffen und darin die eigene Zukunft spielerisch vorweg zu nehmen. Denn die Frage, was willst du werden wenn du groß bist, ist bei allen Kindern so aktuell wie eh und je.

Genau hier setzt die neue Barbie-Kampagne an. Das Besondere an ihr ist: Erwachsene erleben ganz konkret, was sich in den Köpfen von Mädchen abspielt, wenn sie in Rollenspiele mit ihren Barbies vertieft sind. Im Grunde eine einfache Idee, aber die Wirkung ist phänomenal und äußerst sympatisch.

Imagine The Possibilities

Agentur: BBDO

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