Schon gesehen?

 

Die Idee: George Clooney möge doch bitte dafür sorgen, dass Nespresso fair gehandelt wird. Wenn nicht, dann soll er sich nicht mehr als Schauspieler für die bekannten Nespresso-Werbeclips hergeben.

Was denkt sich eigentlich Solidar.ch dabei? Es ist gut und richtig, Missstände anzuprangern. Aber der Adressat dieser Aktion ist völlig falsch gewählt. Clooney ist Schauspieler. Die Leute mögen ihn, er macht seine Sache gut und das macht seinen Marktpreis aus. Warum sollte ausgerechnet er seine Auftraggeber zum Umdenken nötigen. Spräche sich das herum, könnte er als Werbeträger einpacken. Wer will schon einen Schauspieler buchen, der sich selbst zu wichtig nimmt und plötzlich nicht mehr zu seinem Werbeauftrag steht?

Wenn überhaupt, dann sind es die Verbraucher, die Nestlé zur Einsicht bewegen könnten. Solange jedoch jeder meint, überteuerter Kapselkaffee sei cool und in jeder Hinsicht okay, solange wird sich an dessen Handel selbst nichts ändern.

Also Solidar: Macht bitte erst einmal eure Hausaufgaben. Nicht faken, nicht klauen, sondern eigene Ideen entwickeln. Stoff dazu gibt es doch genug.

Nachtrag: Die rechtliche Zulässigkeit dieses Spots, von Thomas Hutter.

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