Neulich beim Hausarzt:

„Was soll denn alles bei Ihnen so gemacht werden?“, fragt die Sprechstundenhilfe im Labor. „Tja, woher soll ich denn das wissen? Ich habe Schmerzen in der Schulter, der Doktor soll’s richten. Außerdem rät er zum Gesundheitscheck, den die TK allen ab 40 spendiert.“

„Darin enthalten sind jedoch nur drei Blutwerte. Wenn Sie also wissen wollen, ob auch die anderen Werte stimmen, kostet das extra. Der Lebertest kostet beispielsweise 150 Euro. Einmal BMI mit anschließender Ernährungsberatung kriegen Sie allerdings schon für 15 Euro. Den Blutzuckerwert bestimmen wir für 25 Euro.“

Die vorgelegte Liste ist ziemlich lang. Mir sagt sie trotzdem nichts, denn woher soll ich als Patientin wissen, welcher Test notwendig ist, um zu erfahren, warum meine Schulter seit 4 Wochen wie Hölle schmerzt. Bemerkenswert auch der letzte Hinweis „Sollte sich durch den Test herausstellen, dass mir dieses oder jenes fehlt, übernimmt meine Krankenkasse die weitere Behandlung, wie bisher. Inklusive ergänzender Tests.“

Langsam beginne ich zu ahnen, wie krank das Gesundheitssystem wirklich ist. Der Arzt verkauft jetzt irgendwelche Dienste, die zwar nicht zwingenderweise notwendig sind. Denn wenn sie tatsächlich notwendig wären, bekommt der Patient diese „geschenkt“.

Schmerz lass nach!

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