Das Angebot letzten Dezember ging so: Buchen Sie ein 24-monatiges Abo Die Welt + Welt am Sonntag und Sie kriegen als Dankeschön das iPad mit allem pipapo. Im Willkommensschreiben vom 23.12.2010 steht: „Ihr Geschenk: DIE WELT-App für das iPad und das iPad Wi-Fi + 3G / 32 GB erhalten Sie nach Eingang der Zahlung.

Der Preis für Doppelabo erscheint angemessen und das iPad gilt als Weihnachtsgeschenk für die ganze Familie. K3 freut sich wie ein Schneekönig und seit Weihnachten vergeht kein Tag, an dem er nicht nach dem Tablett fragt. Es ist bis heute (3.3.) noch nicht da.
Stattdessen erlebe ich diesen Zeitungsabo-Supergau:

  • 3.1. Beginn des Abos – ohne DIE WELT. Anruf bei der Hotline.
  • 4.1. Keine WELT. Anruf bei der Hotline.
  • 5.1. Keine WELT. Anruf bei der Hotline.
  • 6.1. Keine WELT. Die Hotline ruft mich an, ob ich mit der WELT zufrieden sei. Ich fühle mich ver ……
  • 7.1. DIE WELT ist tatsächlich angekommen. Doppelt. Anruf bei der Hotline.
  • 9.1. DIE WELT am Sonntag kommt doppelt. Anruf bei der Hotline. Ich bekomme die Info, man hätte mit der Werbung für das Weihnachts-Doppelabo mehr Erfolg gehabt, als gedacht. Der Ansturm auf die iPads wäre enorm und ich müsse mich leider auf 6-8 Wochen Wartezeit einrichten.
  • Im Verlauf des restlichen Januars und Februars kommen alle Sonntagsausgaben doppelt.
  • 13. und 20.2. Jetzt kommen die Sonntagsausgaben der WELT sogar dreifach. Eine Ausgabe nennt sich WELT Kompakt. Zum Testen.
  • Die Halbjahresrechnung fürs Abo kommt am 9.1. Ich bezahle noch am gleichen Tag.
  • Am 23.2. kommt ein Brief mit der Zugangsnummer für das WELT-Abo fürs iPad und die Meldung „Ihr iPad kommt mit separater Post.“ Seither sind wieder 9 Tage vergangen und das Tablett ist noch immer nicht da.

Und was erfahre ich bei meinem heutigen Anruf bei der Abonnenten-Hotline: „Wir dürfen die iPads erst 8 Wochen nach Zahlungseingang versenden, weil sonst böse Kunden ihr Abo vorzeitig kündigen und das Geld wieder zurückfordern könnten

Gestern stellte Steve Jobs das neue iPad 2 vor, bis Ende März soll das Tablett in den Handel kommen. Und was habe ich davon? Nichts! Denn DIE WELT gibt mir bestimmt kein aktuelles iPad 2 sondern das alte. Ein Tablett, dessen Wert mit Erscheinen der neuen Generation deutlich gesunken ist.

Lieber Springer Verlag:  Das ist für mich Betrug am Kunden.  Euer Abo-Liefer-Service war/ist unter aller Kanone. Eure Kommunikation führt in die Irre und eure Hotline lügt nach Belieben bzw. klärt nicht richtig auf. Und das so genannte Werbegeschenk, das iPad ist schon veraltet, bevor es überhaupt bei mir angekommen ist. Kurz: Das ist eine riesengroße Sauerei. Schämt euch.

 

PS. Die letzte Auskunft eurer Hotline, wonach man das Rückfordern des Geldes fürchte, lasse ich ohnehin nicht gelten. Wenn mein Unternehmen so ein Abo abschließt, gilt meines Wissens das Widerrufsrecht ohnehin nicht.

 

Vielleicht sollte DIE WELT an dieser Aktion ein Beispiel nehmen: Apple zahlt 100 EUR an iPad-Spätkäufer zurück.

  • Nachtrag zum 16. März 2011: Das iPad ist noch immer nicht bei mir angekommen. Wenn sich bis 1. April nichts tut, werde ich wohl Anzeige gegen den Springer Verlag erstatten. Begründung: Verstoß gegen das UWG. Offensichtlich bin ich Betrügern aufgesessen.
  • 23. März 2011: Noch immer kein iPad. Mehr als drei Monate sind seit Abschluss des Abos vergangen!
  • 25. März 2011: Pünktlich zum Erscheinen von iPad2 und drei Monate nach Abo-Abschluss und ein Monat nach dem Erhalt der Zugangsdaten kommt tatsächlich auch mein iPad an. Wir können es kaum fassen.

Mit Ruhm bekleckert hat sich der Springer Verlag bwz. die Marketingabteilung mit dieser Aktion dennoch nicht. Immerhin: K3 hatte mittags eine Riesenfreude und, nachdem er heute seine dritte Abitursprüfung erfolgreich hinter sich gebrachte hatte, konnte er sich auch Zeit nehmen, das iPad für uns einzurichten und auszuprobieren.

 

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