Was habe ich doch über diesen Beitrag bei Martin Röll gelacht. Und im zweiten Atemzug daran gedacht, wie ausgereift, vielschichtig, ausgeklügelt moderne CRM-Systeme inzwischen angeblich sind – oder auch nicht.

Andererseits ist es durchaus beruhigend zu wissen, dass auf der Bedienerseite auch nur ganz normale Menschen sitzen. Vielleicht sogar „nur“ eine Sekretärin, die vollkommen unreflektiert einen Schwung männlicher Kunden aussieben soll. CRM kann das ja auf Zuruf. Hier ein Häkchen, dort eines raus, fertig ist die neue Empfängerliste.

Tante Emma wäre das vermutlich nicht passiert. Die hätte einfach gewusst, wer wirklich in der Feinrippunterwäsche steckt.

Apropos Tante Emma. Kriege ich doch dieser Tage gleich zweimal hintereinander einen so genannten personalisierten Newsletter mit Weinangeboten zugeschickt. Offensichtlich war man sich hier nicht ganz einig, ob ich nun Männlein oder Weiblein bin. „Sehr geehrte/r Herr/Frau Amann“ stand dort geschrieben. „Lieber Weinfreund“ oder „Lieber Weinkenner“ wäre einfacher gewesen und hätte mir persönlich wesentlich besser gefallen.

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