Früher, also vor drei, fünf oder gar sieben Jahren, waren Backlinks der Hit und unabdingbar für erfolgreiche Websites und Blogs. Seit Panda und Pinguin ist das anders. Leute, die früher noch bettelten, um auf die Blogroll zu kommen, möchten da wieder raus. Am liebsten sofort. Dabei habe ich persönlich immer nur Blogs und Leute verlinkt, die thematisch zu meinen Blogs passen. Doch zur Zeit sind SEOs und viele Blogbetreiber verunsichert und agieren leicht panisch.

Dabei ist bloggen und verlinken doch gar nicht schwer:

Schreib dein Thema, sei du selbst und verlinke das, was dir gefällt und thematisch dazu passt

Leute, die jetzt panisch nach angeblich „falsch platzierten“ Backlinks fanden und die massenhaft Tools verwenden, um diese „angeblich schädlichen“ Backlinks zu finden, wissen genau, dass sie früher tatsächlich heftig geschummelt haben. Sie wollten damit ihr Ranking verbessern, koste es was es wolle. Also wurden Backlinks gekauft oder auf Teufel komm raus getauscht. Relevanz war ihnen dabei völlig egal. Viel hilft viel, war die Devise und nun haben diese Leute alle ein Problem: Wie den Schaden beheben, ohne dass ihnen alles um die Ohren fliegt und die Website ins Nirwana?

Ich bin gottlob kein SEO, sondern Texterin, die nicht speziell für Suchmaschinen schreibt, sondern für interessierte Leser. Damit fahre ich seit 18 Jahren gut. Meine Websites und die meiner Kunden sind stets gut platziert – völlig ohne Schummeleien. Statt dessen setze ich auf Lesbarkeit der Texte und auf Relevanz. Für meine Blogs texte ich ohne vorhergehende Keywordanalyse. Ich halte mich lieber an Googles Rat: Schreib‘ für Menschen, nicht für Maschinen.

SEOs halten es genau anders herum: Sie formulieren für Maschinen und versuchen dabei menschliche Schreibe nachzuahmen. Das ist ersten kompliziert und zweitens geht es auf Dauer nicht gut. Denn Maschinen werden immer raffinierter und lernen die eine Schreibe von der anderen zu unterscheiden. Was folgt, ist klar: Google straft die Ertappten ab und deren empörtes Geschrei darüber ist groß.

Gelassen bleiben. Einfach schreiben. Besser machen.

Meine Tipps für alle, die jetzt ihre alten Backlinks suchen und panisch löschen wollen:

  • Bleiben Sie locker. Kopflose Aktivitäten schaden mehr, als dass sie helfen.
  • Finden, löschen oder korrigieren Sie lieber tote Links auf der eigenen Website, als andere Leute zum Löschen längst vergessener Backlinks zu nötigen.
  • Löschen Sie ggf. alte, längst überholte oder besonders schlecht geschriebene Blogartikel. Wenn diese unkommentiert und nicht verlinkt sind, um so besser.
  • Sorgen Sie auf Ihrer eigenen Website und in Ihren eigenen Blogs für Relevanz und gut lesbare Texte.
  • Seien Sie authentisch und schreiben Sie nur über Dinge, von denen Sie tatsächlich etwas verstehen oder zumindest mit Herzblut dabei sind.
  • Bleiben Sie aktiv und suchen Sie die Nähe zu anderen Bloggern aber hüten Sie sich, spamartig zu kommentieren.
  • Halten Sie Ihre Website und Ihr Blog aktuell und frisch.
  • Bleiben Sie Herr im eigenen Haus und machen Sie sich nicht abhängig von Facebook, Twitter und anderen Social-Media-Plattformen.
  • Lassen Sie sich nicht vor den Karren derjenigen spannen, die jetzt mit Artikelangeboten kommen und dafür angeblich „wertvolle Backlinks“ versprechen. Solche Angebote schaden nur und nutzen immer nur den anderen.
  • Seriöse Werbepartner kaufen durchaus gerne ordentlich deklarierte Werbeplätze in Blogs. Dieser Aufwand lohnt sich dann tatsächlich für alle Beteiligten.

 

 

 

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